
Das Gebäude für die 1785 gegründete "Medizinisch-chirurgische Akademie" wurde von Isidor Canevale entworfen. Ein Jahr später erhielt diese Instituition den Namen „Medizinisch – Chirurgische Josepehsakademie“ und das Recht Magister- und Doktorgrade zu vergeben. Somit gab es für längere Zeit die Möglichkeit, in Wien an zwei akademischen Institutionen eine medizinische Ausbildung zu absolvieren – an der medizinischen Fakultät und am „Josephinum“, wie die „Josephsakademie“ bald genannt wurde. Im Lauf der Zeit bürgerte sich der Name „Josephinum“ auch als Bezeichnung für das Haus selbst ein.
Heute beherbergt es die Organisationseinheit „Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin“, mit der Administration und einem Großteil der Sammlungen der Medizinischen Universität Wien, das „Museum im Josephinum“, einige Bibliotheken, sowie das Kurt Gödel Forschungzentrum der Universität Wien.
"Das Josephinum" kann als Schnittstelle verschiedenster Disziplinen und darüber hinaus auch als historisches Eingangstor zur Medizinischen Universität Wien gesehen werden.
Aufgrund der langen Tradition der Wiener Medizinischen Fakultät, die 1365 gegründet wurde, besitzt ihre Nachfolgeinstitution, die Medizinische Universität Wien, ein reichhaltiges kulturelles Erbe. Das Team der Organisationseinheit „Department und Sammlungen für Geschichte der Medizin“ hat sich die Sicherung, Erschließung, Vermittlung und die wissenschaftliche Nutzung des kulturellen Erbes der MedUni Wien auf hohem archiv- und sammlungswissenschftlichem Niveau zum Ziel gesetzt.
Hiermit möchte die Medizinische Universität Wien auch einem gesellschaftlichen Auftrag gerecht werden.