Die Pflege und Verwaltung dieses umfassenden kulturellen Erbes erfolgt durch die „Sammlungen der Medizinischen Universität Wien“. Die Abteilung hat im Oktober 2007 den regulären Betrieb aufgenommen. Mit fast 1 Million „Einheiten“ (histologische Schnitte nicht eingerechnet!) zählen unsere Bestände zu den größten medizinhistorischen Sammlungen weltweit.
In unserem Arbeitsauftrag folgen wir den grundsätzlichen Aufgaben von Sammlungen
Als Mitglied des „International Council of Museums“ (ICOM) haben wir uns zur Einhaltung der „Ethischen Richtlinien für Museen von ICOM" verpflichtet und orientieren uns an der UNESCO Konvention zur Sicherung des Kultur- und Naturerbes der Welt, sowie an der „UNO-Konvention über die biologische Vielfalt“ (UN Convention on Biological Diversity) von 1992, womit wir zur Bewahrung von nationalem und internationalem kulturellem und biologischem Erbe beitragen wollen. Der Großteil unserer Bestände unterliegt der Haager Konvention über den Kulturgüterschutz von 1954, was die besondere Bedeutung des kulturellen Erbes der Medizinischen Universität Wien unterstreicht. Es ist uns ein besonderes Anliegen, durch die zeitgemäße Erschließung unserer Bestände und eigene wissenschaftliche Arbeiten, dieses kulturelle Erbe für die Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit zugängig zu machen. Die Digitalisierung unserer Bestände und der Aufbau von Datenbanken, die eine Online-Recherche ermöglichen, stehen hierbei im Mittelpunkt. Wir bemühen uns, Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die mit unseren Beständen arbeiten möchten, optimal zu unterstützen.
Ein wesentlicher Aufgabenbereich ist das Bewahren des kulturellen Erbes in seiner Substanz. Wir arbeiten daher intensiv mit dem Bundesdenkmalamt, dem Institut für Restaurierung und Konservierung der Universität für Angewandte Kunst Wien sowie der Restaurierwerkstätte des Österreichischen Staatsarchivs zusammen.
